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Es ist wieder soweit: Israel lässt Duisburg nicht zur Ruhe kommen. Ein regelrechter Veranstaltungsmarathon sucht in den kommenden Wochen jene Stadt der Boykottwilligen und Wohnungsstürmer heim, um einmal mehr zu bestätigen, dass man insbesondere am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr die richtigen Lehren aus der Geschichte gezogen hat.

Die Duisburger Volkshochschule und das städtische Internationale Zentrum sind der Austragungsort jener anti-israelischen Propaganda, die sich abermals die Dämonisierung und Delegitimierung des jüdischen Staats zum Ziel gesetzt hat und willens ist, Israel im Namen der Nakba, zu eliminieren.

Jenes Provinzspektakel ist zwar die bloße Neuauflage des immer Gleichen, dennoch gilt es zu intervenieren und dieser antisemitisch konnontierten Geschichtsrevision entgegenzutreten. Während sich kommunale Initiativen, namentlich die Deutsch Israelische Gesellschaft, momentan für den 9. November warm laufen, hat das hiesige Bündnis gegen Antisemitismus einen Blick hinter die Kulissen dieser gespenstigen Veranstaltungsreihe geworfen und zwei längere Dossiers verfasst, die hier nun einzusehen sind:

Die Nakba in Duisburg – Geschichtsrevisionismus und Antisemitismus

Die Hebräische Universität Jerusalem schneidet im internationalen Vergleich gut ab. Bei dem jährlichen Ranking der Shanghai Jiao Ting University belegt die israelische Universität diesmal den 64. Platz unter den 100 Spitzenuniversitäten der Welt und konnte sich damit um einen Platz steigern,

Die ersten drei Plätze in dem international hoch geachteten chinesischen Ranking werden von den amerikanischen Universitäten Harvard, Stanford und UC Berkeley belegt.

Die Hebräische Universität Jerusalem schneidet im internationalen Vergleich gut ab. Bei dem jährlichen Ranking der Shanghai Jiao Ting University belegt die israelische Universität diesmal den 64. Platz unter den 100 Spitzenuniversitäten der Welt und konnte sich damit um einen Platz steigern,

Die ersten drei Plätze in dem international hoch geachteten chinesischen Ranking werden von den amerikanischen Universitäten Harvard, Stanford und UC Berkeley belegt.

Inhalt

Editorial: In eigener Sache
[pdf]

BASTIAN ASSION: Tugendwächter und Discomiezen in Xinjiang
Der uigurische Volksmob und sein antizivilsatorischer Kampf
[pdf]

„Ein originär islamisches Produkt“
Interview mit ROBERT S. WISTRICH über den islamischen Antisemitismus
[pdf]

NIKLAAS MACHUNSKY: Der Mensch als Partisan
Carl Schmitt als Theoretiker der Menschenrechte
[pdf]

ALEX GRUBER: Postmoderner Apriorismus
Zur Anthropologie Judith Butlers
[pdf]

HORST PANKOW: Krise des Kapitalismus = Kollaps der Kritik?
[pdf]

PHILIPP LENHARD: Die Stimme aus dem Off
Über Krise, Ausnahmezustand und Revolution
[pdf]

GEORG DOMKAMP: Die „15-größte Stadt“
Duisburg als Exempel antiimperialistischen Wahns
[pdf]

Rezension:
MATHIAS SCHÜTZ: Nachdenker der Vernichtung
(Meir Litvak/Esther Webman, From Empathy to Denial. Arab Responses to the Holocaust)
[pdf]

PETER EHLENT: Bowling for Hitler
Über Tarantinos Film Inglourious Basterds und seine deutschen Fans
[pdf]

RALF FRODERMANN: „Voll leer“ / „Voll die Leere“
Zum komparativen Gebrauch des Adjektivs „voll“. Eine Stilübung
[pdf]

GEORG WEERTH: Der Wein
Teil 3
[pdf]

61 Jahre

Die Jüdischen Nakba
Vertreibung, Massaker und Zwangsmissionierung
von Ben-Dror Yemini
veröffentlicht in Hebräisch im Ma’ariv am 16. Mai 2009

Die Jüdischen Nakba

„Der Tag, als Theo van Gogh ermordet wurde“
Ein Film von Esther Schapira und Kamil Taylan

Montag, 2. November 2009 um 18.30 Uhr im SBZ Krähenfuß
[Ostflügel der Humboldt-Universität zu Berlin]

Nach Ausstrahlung des Films „Submission“ über die Unterdrückung der Frau durch den Islam erhielt der Regisseur Theo van Gogh verstärkt Morddrohungen. Am 2. November 2004 wurde er gegen neun Uhr in der Amsterdamer Linnaeusstraat ermordet. Eine öffentliche Hinrichtung.

Van Gogh war mit dem Fahrrad unterwegs zu seinem Büro, als ihn ein Mann auf einem Fahrrad einholt und sofort auf ihn zu schießen beginnt. Van Gogh versucht noch, auf die andere Straßenseite zu flüchten. Er fleht den Mörder noch an, ihn zu verschonen, aber der Mann schießt weiter. Dann schneidet ihm der Attentäter die Kehle durch und heftet mit einem Messer ein fünfseitiges Bekennerschreiben an den Körper. Nach der Tat flüchtet der Täter. Später wird er von der Polizei nach einem Schusswechsel verletzt festgenommen. Der Attentäter ist der zum Tatzeitpunkt 26 Jahre alte Amsterdamer marokkanischer Herkunft, Mohammed Bouyeri, der in den Niederlanden geboren wurde und aufgewachsen ist. Er besitzt die marokkanische und niederländische Staatsbürgerschaft und galt als gut integriert. War es also ein überraschender Amoklauf, die tragische Tat eines psychisch gestörten jungen Mannes?

Esther Schapira schildert in ihrem Dokumentarfilm die Hintergründe dieser öffentlichen Hinrichtung. Sie geht den Spuren des Mörders nach und findet heraus, dass es sich bei Mohammed Bouyeri keineswegs um einen Einzeltäter handelt, sondern dass er einer unter Beobachtung des niederländischen Geheimdienstes stehenden Terroristenzelle angehörte. Bouyeri hatte Kontakte bis in die oberen Ebenen der Al Quaida. Esther Schapira zeigt aber auch, dass der Mord an van Gogh eigentlich Aryan Hirsi Ali, einer holländischen Abgeordneten, Frauenrechtlerin und Feministin aus Somalia galt, die mit van Gogh zusammen den Film „Submission“ entwickelt hatte.

Mit Theo van Gogh wurde nicht nur ein umstrittener Filmemacher ermordet, sondern auch der Freiheit des offenen Wortes der heilige Krieg erklärt. Ein Mord wie der an Theo , sagt einer seiner besten Freunde im Film, ist wirkungsvoller als jeder große Anschlag mit 200 Toten. Dieser eine Anschlag hat das Leben sofort verändert, denn jetzt traut sich keiner mehr so offen seine Meinung zu sagen wie früher.

‘Der Tag als Theo van Gogh ermordet wurde’ ist eine beklemmende Dokumentation über die erschreckende internationale Vernetzung des islamischen Terrors und die zunehmende Angst, die Menschen verstummen und die Gefahr herunterspielen lässt.

‘Der Tag als Theo van Gogh ermordet wurde’ spielt in Holland – aber das ist Zufall, denn er hätte überall in Europa spielen können. Dieser Film geht…sagen wir: alle an…

HUmmel Antifa – antifaschistische Hochschulgruppe der Humboldt-Universität zu Berlin

Veranstaltungshinweis:

Strategie gegen die atomare Bedrohung durch die Republik Iran

Die deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen vor dem Hintergrund der Sanktionsdebatte

Jörg Rensmann, Berlin

ist das Thema des Donnerstagsgesprächs
am 5. November 2009,  um 19.30 Uhr, in der Unterkirche
der Altkatholischen Friedenskirche, Bernestraße 1, Essen

Erlangt das Regime der islamischen Republik Iran die Fähigkeit, Atombomben zu entwickeln, ist besonders Israel in seiner Existenz bedroht; es entstehen für die gesamte Region des Nahen und Mittleren Ostens, aber auch für Europa unkalkulierbare Risiken. Kürzlich hat Teheran eingestanden, an einer zweiten Atomanlage zur Urananreicherung zu bauen.

Vor dem Hintergrund sich verschärfender Spannungen mit dem iranischen Regime werden Wirtschaftssanktionen eine bedeutende Rolle zu spielen haben.

Demgemäß geraten auch und gerade die deutsch-iranischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen in den internationalen Fokus. Noch 2008 machten die deutschen Exporte in den Iran ein Volumen von nahezu vier Milliarden Euro aus. Deutschland gilt als der wichtigste westliche Handelspartner des Iran.

Ein grundsätzliches Problem dabei ist, dass die Geschäftspartner der westlichen Firmen selten Mullahs, sondern wie die Revolutionsgarden Teil des Militär- und Repressionsapparates sind.

Zwei Drittel der iranischen Industrie arbeitet mit deutscher Technologie, jede dritte Maschine im Iran ist aus Deutschland. Geliefert wird insbesondere auch Infrastruktur für den Energiesektor.

Hermes-Bürgschaften, also staatliche Ausfallgarantien zugunsten deutscher Unternehmen, werden für den Handel mit dem Iran noch immer vergeben. 2008 wurden zudem vom BAFA, der Genehmigungsbehörde für Ausfuhrkontrolle beim Bundeswirtschaftsministerium, 38 Dual-Use Güter zum Export genehmigt. Diese Exportkontrolle ist sehr lückenhaft: „Bei der Kontrolle deutscher Exporte in den Iran ist es jahrelang zu schweren Pannen gekommen. Der Zoll hat selbst solche Güter ungestraft passieren lassen, die militärisch verwendbar waren.“ (SZ, 26.5.2009)

Siemens z.B. erzielte 2008 aus Geschäften mit dem Iran 438 Mio. Euro Umsatz. Die Firma geriet in internationale Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass der Konzern im Rahmen eines Joint Venture mit Nokia Überwachungstechnik zum Ausspähen der iranischen Opposition geliefert hatte.

Jörg Rensmann, Publizist und Politikwissenschaftler, ist Vorstandsmitglied der deutschen Sektion der internationalen Wissenschaftlervereinigung Scholars for Peace in the Middle East e.V.

Er ist Gründungsmitglied des Mideast Freedom Forum Berlin e.V., das sich zum Ziel gesetzt hat, die kontinuierliche Erinnerung an die Shoah zu bewahren, Bedingungen für Freiheit und Säkularismus im Mittleren Osten zu thematisieren und aktuell für die Bedrohung durch einen nuklear bewaffneten Iran zu sensibilisieren. Das Mideast Freedom Forum beteiligt sich an der internationalen Kampagne „Stop the Bomb“ in Europa.

18 Gründe

30 Jahre Islamische Republik

06.11.2009 | 18 Uhr | Institut für Soziologie | Münster

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